Erinnerung

von Florian Ostrop

Der in Berlin wirkende Komponist Robert Kahn (1865–1951) – von Johannes Brahms und Joseph Joachim gefördert, von Clara Schumann gelobt, von den Berliner Philharmonikern uraufgeführt – ließ 1910 für seine Familie in Feldberg eine Villa errichten. Damit begann eine jahrzehntelange Verbindung mit Mecklenburg, die 1939 mit der Vertreibung der jüdischen Familie Kahn in das britische Exil ein jähes Ende fand. Kahns Ausschluss aus der Akademie der Künste in Berlin, die wirtschaftliche Ausplünderung durch die Nationalsozialisten, vergebliche Schutzbemühungen und schließlich die Vertreibung ins britische Exil sind allerdings nur der traurige Teil einer bewegenden Biografie: Die Künstlerpersönlichkeit Robert Kahn wird unter anderem auch durch die Freundschaften mit Johannes Brahms, Albert Einstein, Gerhart Hauptmann und Wilhelm Kempff lebendig.

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